Fieber bei Kleinkindern, was tun?

Jedes Fieber hat eine Ursache

Kaum ein Kleinkind hat nicht mehrmals im Jahr Fieber. Sie stecken sich in der Krippe, im Kindergarten, in der Spielgruppe oder auf dem Spielplatz an. Jedes Fieber hat eine Ursache. Je nach Ursache sind die fiebrigen Kinder äußerst quengelig, unruhig und fühlen sich richtig krank oder sind auch noch mit 39 Grad Fieber scheinbar putzmunter und lebendig. Ursachen für das Fieber von Kleinkindern sind vielfältig. Harmlose Gründe können die Zähne sein, meist ist aber eine Erkältung, eine Mittelohrentzündung, eine Blasenentzündung oder eine Kinderkrankheit wie z. B. Scharlach oder Windpocken der Grund.

38,5 Grad entspricht “erhöhter Temperatur”

Bis zu einer Temperatur von 38,5 Grad spricht man übrigens von erhöhter Temperatur, erst dann fängt das Fieber an. Hohes Fieber kann bis zu 41 Grad ansteigen, so weit sollte man es aber keinesfalls kommen lassen. Dies bedeutet aber auch nicht, dass Fieber bei Kleinkindern sofort gesenkt werden muss. Sofern das Kind noch fidel ist und keinen kranken Eindruck macht, muss eine Temperatur von 38,5 Grad nicht gesenkt werden.

Liegt das Kind jedoch im Bett, macht einen kranken Eindruck und wimmert vor Schmerzen, so kann man durchaus zu einem Fieberzäpfchen oder einem Fiebersaft greifen, wenn man dies mit dem Kinderarzt besprochen hat. Mit Kindern gehört zumindest eines dieser beiden Präparate zwingend in die Hausapotheke, denn meist werden Kinder gerade am Wochenende oder nachts krank, wenn Ärzte und Apotheken geschlossen haben. Welche Medikamente für das eigene Kind geeignet sind, muss der Kinderarzt entscheiden.

Zäpfchen sind das Richtige bei Babys

Bei sehr kleinen Kindern wird man eher zu den Zäpfchen greifen, etwas ältere Kinder nehmen dann meist lieber den Saft. Besonders wenn das Fieber länger anhält oder sehr hoch ist bzw. weitere Symptome auftreten, sollte man dies aber unbedingt mit dem Kinderarzt besprechen. Wer Fieber bei Kleinkindern auf natürliche Weise lindern möchte, kann auch Wadenwickel machen. Nicht alle Kinder sind begeistert von den Tüchern auf den Unterschenkeln, doch gerade wenn ihnen sehr warm ist, empfinden sie es auch als angenehm.

Während früher die Wadenwickel immer mit eiskaltem Wasser gemacht wurden, empfiehlt man heute, nur lauwarmes Wasser zu verwenden. Über die feuchten Handtücher wickelt man dann noch trockene und deckt das Kind gut zu. Zusätzlich müssen die Eltern auf eine ausreichende Trinkmenge achten, damit das Kleinkind aufgrund der fieberhaften Erkrankung nicht austrocknet und apathisch wird. Nach der Gabe eines Zäpfchens, eines Fiebersaftes oder nach der Anwendung von Wadenwickeln muss natürlich weiterhin die Temperatur des kranken Kindes kontrolliert werden.

fieber messenRegelmäßig Temperatur messen

Bei kleinen Kindern misst man gerne im Po, größere Kinder finden die Messung im Ohr, auf der Stirn oder unter der Zunge praktischer. Sehr zu empfehlen sind Geräte, die innerhalb weniger Sekunden die Temperatur messen. Ein krankes Kind hat oft nicht die Geduld, minutenlang stillzuliegen. Mit ein wenig Geduld, viel Vorlesen und Kuscheln ist das Fieber bei den Kindern in der Regel aber bald Geschichte und sie tollen wieder herum, als wäre nichts gewesen!