Hustensaft für Babys

Baby Husten ist nichts aussergewöhnliches

Fast jedes Baby wird irgendwann von Husten geplagt. Dabei muss man sich als Erwachsener vorstellen, wie anstrengend das Husten ist, wenn man sich noch nicht aufsetzen kann und im Liegen husten muss. So geht es den Babys, wenn sie nicht hochgenommen werden. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass ein hustendes Baby alles andere als zufrieden ist. Es liegt quengelnd in seinem Bettchen und möchte herausgenommen werden. Gerade bei Babys sollte man nicht ohne ärztlichen Rat zu einem Hustensaft greifen, sondern das Baby einem Kinderarzt vorstellen und abhören lassen. Dieser kann entscheiden, ob ein Hustensaft notwendig und sinnvoll ist.

Zwei unterschiedliche Hustensäfte

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Hustensäften, nicht nur für Babys, sondern auch für Kinder und Erwachsene: So genannte hustenstillende Hustensäfte lindern den Hustenreiz, wenn kein Schleim abgehustet wird. Schleimlösende Hustensäfte fördern das Abhusten. Gerade die schleimlösenden Säfte werden in der Regel nicht abends gegeben, sonst hustet das Baby die ganze Nacht hindurch. Natürlich haben die Hersteller spezielle Hustensäfte für Babys und Kinder im Sortiment, doch viele Hustensäfte dürfen laut den Herstellerangaben erst ab einem Alter von ein oder zwei Jahren gegeben werden.

Fragen sie den Kinderarzt

Ohne Rücksprache mit dem Kinderarzt sollte man diese also nicht auf eigene Faust geben. Auch die Verabreichung des Hustensaftes ist bei vielen Babys nicht ganz einfach. Während man älteren Kindern erklären kann, warum sie den Saft nehmen müssen, braucht man bei Babys oft schon etwas Geduld, bis sie ihre Medizin nehmen. Je nach Art des Hustensaftes und nach Alter des Babys kann man diesen vielleicht schon auf einem Löffel geben, ggfs. in mehreren Portionen. Alternativ dazu kann man bei ganz kleinen Babys den Hustensaft auch in einer Spritze (natürlich ohne Kanüle!) aufziehen und in den Mund spritzen. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass sich das Baby nicht verschluckt. Also nicht zuviel Saft auf einmal in den Mund spritzen.

Erleichterte Atmung hilft

baby husten

Unterstützend zur ärztlichen Behandlung bei Husten kann man den Babys auch die Atmung erleichtern, indem man auf die Feuchtigkeit in den Räumen achtet. Besonders trockene Raumluft verschlimmert den Hustenreiz.

So kann man nachts in dem Raum, in dem das Baby schläft, feuchte Tücher aufhängen oder auch eine Schüssel mit heißem Wasser in die Nähe des Bettchens stellen (natürlich darf das Baby diese Schüssel niemals greifen können!).

Während es früher immer hieß, Honig sei die beste Medizin zur Behandlung von Babys mit Husten, ist diese Ansicht heute übrigens überholt.

Auf keinen Fall ungewisse Stoffe verabreichen

Keinesfalls sollte man Babys unter einem Jahr Honig verabreichen. Honig ist ein Naturprodukt, in dem sich gefährliche Bakterien befinden können. Babys im ersten Lebensjahr, die Honig (z. B. im Tee) verabreicht bekommen, könnten an diesen Bakterien sterben. Also nicht jedes angebliche Hausmittel ist auch empfehlenswert!

Eventuell hilft Homöopathie

Wer seinem Baby keinen Hustensaft geben möchte, der kann es auch mit homöopathischen Mitteln wie Globuli versuchen. Ein homöopathisch arbeitender Kinderarzt, ein Heilpraktiker oder eine Hebamme mit entsprechender Zusatzausbildung können hier weiterhelfen, sodass es dem Baby bald wieder gut gehen wird.