PEKiP Ausbildung

Das Prager-Eltern-Kind-Programm – PEKiP

Hinter der Abkürzung PEKiP steht das Prager-Eltern-Kind-Programm, dies ist ein Konzept zur Gruppenarbeit mit Eltern und Kindern im ersten Lebensjahr. Ziel der Gruppenarbeit ist es, die Eltern und ihr Baby zu begleiten und zu unterstützen. Die Babys werden im Rahmen der Gruppe gefördert, ihre Entwicklung wird wahrgenommen. Die Beziehung zwischen Eltern und Baby soll gestärkt und unterstützt werden. Eltern können sich im Rahmen der PEKiP Gruppe miteinander und untereinander austauschen. Oft entstehen in den Gruppen weiterführende Freundschaften. Die Babys haben Kontakt zu gleichaltrigen Kindern, was für ihr späteres Sozialverhalten sehr wichtig ist. In kleinen Gruppen treffen sich die Eltern mit ihren Babys, dies geschieht meistens ab der 4. Lebenswoche. Im Mittelpunkt stehen Bewegungs- und Sinnesanregungen für Eltern und Baby. Gemeinsam wird gespielt und gelacht.

Die Lernziele der PEKiP Ausbildung

pekip-ausbildungDie PEKIP-Ausbildung hat das Ziel sozialpädagogische Fachkräfte zu befähigen eine solche Gruppe zu leiten. Das PEKIP-Konzept erfordert von den Kursleitern ein Leistungsverhalten im Sinne der Elternbegleitung. Das Konzept ist eng mit den gruppenpädagogischen Leitlinien der themenzentrierten Interaktion verbunden. Im Rahmen der Ausbildung lernen die späteren Gruppenleiter Eltern und Kinder sanft zu unterstützen und zu fördern. Die Bindung von Eltern und Kind soll hierbei gefördert und unterstützt werden. In den Lerngruppen erarbeiten sich die sozialpädagogischen Fachkräfte die Verknüpfung von bereits Erlernten mit dem Anforderungen der PEKiP Gruppenarbeit.

Phase 1 der Ausbildung – der Grundkurs

Die Teilnehmer/Teilnehmerinnen erarbeiten sich im Rahmen von vier Präsenzveranstaltungen die Theorie, Methodik sowie Didaktik des PEKiP Konzepts. In 96 Unterrichtsstunden werden die Inhalte des PEKiP Konzepts vermittelt. Die Grundkursteilnehmer/-innen besuchen während ihrer Ausbildung PEKiP Gruppen und sie hospitieren hier. Der Grundkurs endet mit einem Kolloquium ab.

Phase 2 der Ausbildung – Hospitation in der PEKiP Gruppe

Im Rahmen des Grundkurses hospitieren die Teilnehmer/-innen mindestens 6mal in einer PEKiP Gruppe. Ihre Erfahrungen und Beobachtungen reflektieren sie in der 2. Phase unter vorgegebenen Aspekten schriftlich. Von den Teilnehmern/-innen wird in einem Umfang von rund 50 Stunden ein Selbststudium mit ausgewählter Literatur erwartet.

Phase III – Praxis und Gruppensupervision

Durch die Teilnahme an einer PEKiP Supervisionsgruppe mit über 40 Unterrichtsstunden und dies in einem Zeitraum von einem dreiviertel Jahr erhalten die Teilnehmer/-innen die Erlaubnis eine PEKiP Gruppe bis zum Abschluss zu leiten. Die Teilnehmer/-innen organisieren und leiten in dieser Zeit mindestens zwei solcher Gruppen und sie organisieren über 30 Gruppentreffen.

An wen richtet sich die PEKIP-Ausbildung?

Die Fortbildung zur PEKIP-Leiterin ist eine Weiterqualifizierung für pädagogische Fachkräfte. Die Ausbildung können Sozialpädagogen/-innen, Sozialarbeiter/-innen, Pädagogen/-innen, Heilpädagogen/-innen mit Diplom-Abschluss oder Master/Bachelor-Abschluss absolvieren. Für die Fortbildung wird Berufserfahrung vorausgesetzt.