Spreizhose für Babys

Diagnose – angeborene Hüftdysplasie

Bei den ersten U-Untersuchungen wird die Hüfte von Neugeborenen mithilfe Ultraschall untersucht und kontrolliert. Durch diese Untersuchung können frühzeitig eventuelle Fehlstellungen festgestellt und anschließend behandelt werden. Stellt der Kinderarzt eine angeborene Hüftdysplasie fest, so kann diese in der Regel durch den Einsatz einer sogenannten Spreizhose behandelt werden.

Wird eine einseitige Dysplasie festgestellt, hilft auch hier die Spreizhose. Während der Behandlungsdauer wird regelmässig der Erfolg der Behandlung kontrolliert, dies geschieht natürlich auch mithilfe von Ultraschall. In der Regel müssen die Kinder nur wenige Wochen die Spreizhose tragen. Diese spezielle Hose wird natürlich individuell auf das Kind angepasst. Die Hose darf nicht zu breit sein, da dies zu Komplikationen führen kann, die Breitseite sollte bis knapp zu den Kniegelenken reichen.

Sollte die Therapie zu einem zu späten Zeitpunkt erst eingesetzt werden, müssen die betroffenen Kinder meistens die Spreizhose bis zu 6 Monaten tragen, dies sollte verhindert werden. Die Spreizhose schränkt die Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit ein.

Was ist eine Hüftdysplasie?

Eine Hüftdysplasie ist eine angeborene mangelhafte Ausbildung der Hüftgelenkpfanne. Durch die mangelhafte Ausbildung findet der noch knorpelige sowie weiche Hüftkopf des Oberschenkels keinen richtigen Halt in der Hüftgelenkpfanne.

Es gibt eine schwere Form, bei dieser rutscht der Kopf des Oberschenkelknochens aus der Gelenkpfanne. Bei Mädchen wird die angeborene Hüftdysplasie häufiger festgestellt als bei Jungen. Rund vier Prozent aller Neugeborenen haben eine solche Hüftdysplasie. Meistens tritt die Dysplasie an beiden Hüftgelenken auf. Behandelt wird die Fehlentwicklung mit einer speziellen Spreizhose.

Die verschiedenen Arten von Spreizhosen

Es gibt zwei verschieden Spreizhosen-Varianten, beide werden nur zum Wickeln und Baden ausgezogen. Die Spreizhose nach Becker, dies ist die klassische Spreizhose. Bei dieser Variante wird die Spreizung der Beine durch Metallleisten oder Holzstreben erreicht. Die Streben oder Leisten befinden sich zwischen zwei feuchtigkeitsabweisenden sowie sehr gut gepolsterten Stoffbahnen.

In die Stoffbahnen wird das Kind mit seinem Gesäß gelegt. Verschlossen wird dies klassische Spreizhose mit einem Schultergurt, zwei Oberschenkelgurten sowie seitlichen Rumpf-Gummibändern. Die zweite Variante ist die Aktivspreizhose, in dieser Spreizhose können sich die Kinder deutlich besser bewegen. Dies Hose ist oben schmal und unten breit, durch die Bewegungsfreiheit wird die „Heilung“ beschleunigt. Diese Spreizhose wird mithilfe eines Schultergurts sowie mit einem Klettverschluss unter den Achseln befestigt/verschlossen. Durch den Einsatz von Kunststoff anstatt Stoff schwitzen die Kleinen in der Aktivspreizhose häufiger.

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig

Während der Behandlungsdauer sollte der Verlauf regelmässig kontrolliert werden. Bei den Kontrolluntersuchungen wird auch kontrolliert, ob die Hose noch richtig sitzt und passt. Eltern sollten die Termine unbedingt einhalten.